http://www.tnl.deNW Nr. 37/14.02.2005 |
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In den Ikea-Regalen der WeltMöbelriese hat Kunst-Projektionen aus Bielefeld in sein Sortiment aufgenommen (14.02.2005) Bielefeld. Früher klaubte Matthias Strobl Kleintiere aus Gestrüpp und Wasser, und beobachtete im Marmeladenglas, was er gefangen hatte. Sanft bestrahlt, waberten die Umrisse der Kaulquappen, Stichlinge und Libellenlarven über die Zimmerwand. Verfeinert und weiterentwickelt umschmeicheln Strobls Projektionen gefärbter Öl-Wasser-Gemische heute Menschenseelen - weltweit. 2000 gründete er die „tnl GmbH“ (theNightLab). Sein spektakulärster Kunde: Ikea, der blaugelbe Möbelriese aus Schweden. Einen Gegenpol zur Medienflut habe er schaffen wollen. Werbehickhack und belangloses Gerede ermüdeten, machten Menschen apathisch und mürbe. Strobls Licht-Farb-Spiele verbinden Naturwissenschaft und Kunst, inspirieren und kitzeln das Hirn, die Formen zu fassen und zu benennen. Heute sind seine Lichtmaschinen aus Metall, weltweit patentiert und Strobl reist mit seiner Erfindung durch die Lande. In Rio de Janeiro ist er gewesen, hat auf großen Techno-Partys in Portugal, Spanien, Tokio und St. Petersburg Farben über Wände aller Art wabern lassen und weitere Geschäftsfelder erschlossen. Er verkauft Projektoren samt Inhalt, Aufbau und Einweisung, Leinwände, Abspielgeräte, Poster, Wasserzutaten und DVDs. Matthias Strobl und seine fünf Mitarbeiter haben Fotos rumgereicht, Messen besucht, sich in Kunstwettbewerben mit Kreativen gemessen, Kataloge und Kalender drucken lassen. Vor zwei Jahren meldete sich die französische Agentur „Nouvelles Images“ bei Matthias Strobl. Der Einrichtungsgigant Ikea plane eine Großbild-Serie und eines der Farb-Motive Strobls solle neben den Werken anderer Künstler als 1,50 x 2 Meter-Bild in den Ikea-Regalen der Welt feilgeboten werden. Matthias Strobl unterschrieb den Vertrag. „Blue Bubble“ tauften die Schweden das Werk. Die Motive der anderen Künstler sind nun gedruckt und die Möbelhäuser beliefert, das Bielefelder Bild fehlt noch. „Lieferschwierigkeiten“, sagt Stephan Walther, lokaler Marketingchef des Ikea-Einrichtungshauses in Brackwede. Die anderen Bilder der Serie verkauften sich sehr gut und der Lieferant sei überlastet. Nun steht Strobls Bild hinten an, Ikea of Sweden suche aber weltweit weitere Lieferanten. „Wir frohlocken erst, wenn das Bild in den Regalen steht“, sagen Matthias Strobl und seine Mitarbeiter. pdf download |
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