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Bielefelder Lichtkunst strahlt weltweit(15.01.2010) Bielefeld (WB). Am Anfang stand eine Idee - ein enorm leistungsstarker Projektor, der ganze Gebäude in sphärisches Licht tauchen kann. Inzwischen ist der Bielefelder Lichtgestalter Matthias Strobl mit diesem Verfahren international gefragt und setzt weltweit große Veranstaltungen ins rechte Licht. Ein Kulturforum im mexikanischen Monterrey, ein großes Fest zur Verleihung der »Sport-Oscars« Laureus-Awards in Portugal oder die Feiern zum 750-jährigen Bestehen von Schloß Neuhaus bei Paderborn - sie alle hat Matthias Strobl mit der von ihm entwickelten Technik in Szene gesetzt. »Die Gestaltung mit Licht bei besonderen Gelegenheiten wird immer stärker nachgefragt«, sagt der 32-Jährige. Als er vor neun Jahren den dafür notwendigen Projektor entwickelte, war Strobl hingegen noch so etwas wie ein Visionär. Doch die Idee, die er damals hatte, als er eigentlich noch Literatur studierte, ließ ihn nicht los. In einer Glasschale werden Wasser, Öl und Farben gemischt, so dass sie ineinander verschwimmen und in Bewegung sind. Durch eine enorm starke Lichtquelle und verschiedene Objektive kann dieses Farbenspiel auf beliebige Gebäude oder andere Objekte projiziert werden, was diese in einem fast mystischen Licht erscheinen lässt. Mit dem patentierten Verfahren lassen sich aber auch Fotos oder andere Motive auf große Flächen werfen. Welche Lichtstärke die eingebaute Gasentladungslampe - ähnlich dem Xenon-Licht eines Autos - entwickelt, erläutert Matthias Strobl: »Das Leuchtmittel hat eine Energie von 7000 Watt. Diese Stärke wird auch in Leuchttürmen verwendet.« Mehr als 1000 Veranstaltungen hat Strobl seit der Gründung seiner Firma »The Night Lab« im November 2000 inzwischen illuminiert. Zehn kleinere und zwei große Versionen des Projektors mit dem Namen »Lightmotiv« - alle unverkäuflich - hat der 32-Jährige seit dem gebaut, das technische Wissen dafür hat er sich selbst angeeignet. ![]() Zum Einsatz kommen die Geräte bundesweit bei Innenstadtfesten ebenso wie bei Firmenveranstaltungen. Fast ein Drittel der Aufträge erhält das Unternehmen, in dem Strobl inzwischen zwei Mitarbeiter und einen Auszubildenden beschäftigt, jedoch aus dem Ausland - von den Niederlanden bis nach Japan. Zweites Standbein von »The Night Lab« sind dauerhafte Lichtkonzepte für Unternehmen und auch für private Kunden. Fassaden-Beleuchtungen, hinterleuchtete Bilder, Strahler, die Wandverkleidungen ins rechte Licht setzen oder Beleuchtungssysteme für den Garten gehören dazu. »Dabei verwenden wir LED-Lampen, da diese viel energieeffizienter und wartungsfreundlicher sind«, sagt Matthias Strobl. In Wohnräumen gehe es vor allem darum, durch Licht eine angenehme, entspannte Atmosphäre zu schaffen. Ganz neu ist der so genannte »Eye-Catcher«, der sich vor allem für Foyers von Firmen eignet. Ein Projektor strahlt dabei eine bewegte Szene auf den Boden - etwa ein Aquarium - dessen »Wasser« Wellen schlägt, wenn Kunden die Fläche betreten. Hendrik Uffmann pdf download |
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